Gelungener Kick-Off der Strieskanne – Teil 2


Nachdem in der Planungswerkstatt bereits ein reger Austausch über Ideen und notwendige Aufgaben stattfand, wurde eine Woche darauf am 13.04.2019 beim Bau-Workshop schließlich so richtig losgelegt.

Bau-Workshop am 13.04.2019

Trotz der wenig guten Wetterprognosen – sogar Schnee wurde vorhergesagt – gab es jede Menge Interessierte und Bastler*innen, die sich ab 10 Uhr der Aufgabe stellten, erste Hochbeete für die Strieskanne aus Einweg-Paletten zusammenzubauen. Unter der Anleitung von Matze entstanden so  innerhalb weniger Stunden nicht nur Hochbeete, sondern auch schon die ersten Sitzgelegenheiten. Auch zwei Informationstafeln wurden gezimmert, damit Neugierige in Zukunft direkt lesen können, was sich hier allmählich entwickelt.

Jedes Hochbeet wird individuell maßangefertigt – eins schöner als das andere!

Jedes Element der Einweg-Palette findet eine neue Verwendung, nichts wird dem Abfall überlassen: Ein bestes Beispiel für erfolgreiches Upcycling.

Neben der Gartenarbeit freut man sich natürlich auch über einige Sitzbänke zum Entspannen.

 

Gewärmt durch mitgebrachten Kaffee und Tee in der Thermoskanne war noch bis 18 Uhr reger Betrieb in der Strieskanne, und das trotz Absage des Ufer-Allmende-Tages aufgrund der wenig einladenden Wetterbedingungen.

Neben dem Sägen, Schrauben und Bohren wurde parallel auch weiter an den Hügelbeeten gearbeitet: Zwar musste sich die erste Schaufel bereits nach kurzer Zeit dem hartnäckigem Boden geschlagen geben, die Rasennarbe war dann aber doch irgendwann abgetragen. Auch Totholz, Rinde und alte Brombeerranken wurden fließig weitergesammelt, um ausreichend Schichtmaterial für Hoch- und Hügelbeete zur Verfügung zu haben.

Nach der erfolgreichen Beendigung des Bau-Workshops konnten die selbstgebauten Bänke schließlich schon mit einem ersten, selbstverständlich wohlverdienten Feierabendbier eingeweiht werden.

Erstes Plenum am 14.04.2019

Einen Tag später fand bereits das erste Plenum statt: ausnahmsweise nachmittags ab 14 Uhr und ausnahmsweise im Schillergarten bei Kaffee und Kuchen. Über 10 engangierte Strieskannengärter*innen hatten auch nach acht Stunden Bau-Workshop am vorherigen Tag noch ausreichend Energie, hier ersten grundlegende Entscheidungen zu vor allem organsiatorischen Abläufen innerhalb der Strieskanne zu treffen.

Wichtig war es den Teilnehmenden vor allen, einen gemeinsamen Konsens zu zukünftigen Entscheidungsmethoden über beispielsweise Materialanschaffungen zu finden. Größere Abstimmungen und teurere Angelegenheiten sollen demnach nach Konsensentscheidungen entschieden werden – alle Einwände sollen berücksichtigt und an gemeinsamen Lösungen gearbeitet werden. Große Entscheidungen werden weiterhin im Plenum besprochen, die einzelnen Arbeitsgruppen können sich vor allem über Trello austauschen und dadurch auch anderen Gärter*innen Einblicke in ihren Arbeitsstand und Möglichkeit zum Mitmachen und Austauschen geben.

Ein weiterer, wichtiger Punkt auf der Tagesordnung war das Verteilen von Saatgut: Die bereits bestellten Samen wurden zum Vorziehen an die Teilnehmenden verteilt, um im Mai die ersten Pflanzen aussetzen zu können.

Fazit

Die ersten vier gemeinsamen Termine der Strieskanne waren ein gelungener Start für den neu geborenen Gemeinschaftsgarten. Nach nur einer Woche waren auf der Fläche schon deutliche Veränderungen zu sehen und die Brachfläche wurde erstmals wieder belebt. Trotz der kühlen Temperaturen blieb die Motivation und der Enthusiasmus erhalten und die neuen Gemeinschaftsgärtner*innen blicken zuversichtlich in die erste Gartensaison der Strieskanne!